Vier Begriffe, die oft verwechselt werden: Was ist das verfügbare Einkommen, wofür dient Liquidität und worin unterscheidet sich eine Rücklage vom Vermögen?
Verfügbares Einkommen
In der Statistik ist das verfügbare Einkommen das, was Haushalten nach Steuern und Sozialabgaben zum Ausgeben und Sparen bleibt. Im Alltag meinen viele damit auch das Geld, das nach den Fixkosten übrig ist. Wichtig ist, dass du für dich festlegst, welche Definition du verwendest, damit Zahlen vergleichbar bleiben. In unseren Tools nennen wir den Rest nach allen geplanten Ausgaben „frei verfügbar“.
Liquidität und Rücklage
Liquidität beschreibt, wie schnell du Geld nutzen kannst, ohne Verlust zu riskieren. Guthaben auf dem Girokonto ist sehr liquide, andere Werte brauchen länger oder schwanken im Preis.
Eine Rücklage ist Geld, das für einen bestimmten Zweck zurückgelegt ist. Der Notgroschen sichert unerwartete Ausgaben ab, eine zweckgebundene Rücklage kann für Reparaturen, Jahresbeiträge oder ein geplantes Vorhaben bestimmt sein. Beide sollten gut verfügbar sein.
Vermögen
Vermögen ist die Summe aller Werte, die du besitzt, abzüglich deiner Schulden. Dazu zählen Guthaben, aber zum Beispiel auch Wertgegenstände oder eine Immobilie. Vermögen ist nicht automatisch kurzfristig verfügbar.
Sinnvoll ist daher die Reihenfolge der Fragen: Reicht deine Liquidität für die nächsten Monate? Sind absehbare Ausgaben abgedeckt? Erst danach stellt sich die Frage nach längerfristigen Zielen. Mit dem Notgroschen-Rechner kannst du den ersten Schritt konkret durchrechnen.